Profile des Handwerks: Berühmte Korbflechterinnen und Korbflechter

Ausgewähltes Thema: Profile des Handwerks: Berühmte Korbflechterinnen und Korbflechter. Wir öffnen die Werkstatt­türen großer Meisterinnen und Meister, hören ihre Geschichten, berühren ihre Materialien mit Worten und lernen, warum ein Korb mehr ist als nur ein Gebrauchsgegenstand.

Mary Jackson und die Süßgras-Tradition der Lowcountry

Süßgras, Binsen und Palmetto-Fasern duften nach Salzluft, wenn Mary Jackson sie in feine Stränge teilt. In Charleston lernte sie als junges Mädchen von Mutter und Großmutter. Heute hört man in ihren ruhigen Spiralzügen die Geräusche des Marktes, der Gezeiten und die Stimmen ihrer Ahninnen.

Mary Jackson und die Süßgras-Tradition der Lowcountry

Die Spiraltechnik führt Faden um Faden zusammen, bis aus Linie Volumen entsteht. Jackson beherrscht weiche Schalen ebenso wie kühne, hohe Formen. Museen weltweit zeigen ihre Arbeiten; ein MacArthur-Stipendium würdigte 2008 die Tiefe ihres Wissens und die Lebendigkeit einer über Generationen gepflegten Praxis.

Dat So La Lee: Die Washoe-Meisterin des Degikup

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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts unterstützte ein Händlerpaar in Nevada den Verkauf ihrer Körbe, doch Dat So La Lee behielt die künstlerische Entscheidungshoheit. Ihre Stücke wurden dokumentiert, gesammelt und bewundert, während sie unbeirrt weiterarbeitete und bewies, dass Tradition und Autorinnenschaft sich nicht ausschließen.
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Willow, Farnwurzeln und Sumach lieferten Farben und Fasern; jede Windung musste exakt liegen. Ein großer Degikup benötigte Wochen bis Monate konzentrierter Arbeit. Wer die präzise Symmetrie betrachtet, spürt das Atmen der Zeit zwischen den Stichen und die Achtung vor dem Material.
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Wie sollten Museen die Herkunft und Stimmen der Washoe sichtbarer machen? Teile deine Gedanken, damit wir gemeinsam verantwortungsvoll über Sammlung, Kontext und Anerkennung sprechen. Abonniere, um weitere Perspektiven indigener Künstlerinnen und Künstler nicht zu verpassen.

Mabel McKay: Korbflechten als Heilkunst

Ihre Federkörbe schimmern im Licht, als ob sie atmen. Muschelkügelchen und feine Fasern glitzern wie Tau auf Gras. McKay arbeitete oft in Stille, hörte zu, was das Material „wollte“, und zeigte, wie Achtsamkeit jeden Stich in Bedeutung verwandelt.

Mabel McKay: Korbflechten als Heilkunst

Sie forderte Lernende auf, genau zu beobachten: Hände erinnern sich, lange bevor Worte genügen. Kein Entwurfspapier, keine Schablone – das Material und die Beziehung dazu waren die eigentlichen Lehrer. Wer aufmerksam schaute, verstand mehr als jede Anleitung sagen konnte.

Mabel McKay: Korbflechten als Heilkunst

Setze dich heute fünf Minuten mit einem Naturmaterial hin – Weide, Gras oder Faden – und spüre seine Spannung. Schreibe auf, was du fühlst, und teile es mit uns. Diese kleine Übung ist ein Schritt zu einer achtsamen, respektvollen Handwerkspraxis.

Delores Churchill: Fichte, Wurzeln, Erinnerung

Spruce Roots zu sammeln bedeutet, den Wald zu lesen: den Boden zu schonen, die richtige Wurzel zu finden, sie zu spalten, zu glätten, zu trocknen. Churchill lehrt, dass verantwortungsvoller Umgang mit dem Wald Teil der Technik ist – denn gutes Material beginnt mit Respekt.

Bambus als Architektur

Tanabe Chikuunsai IV baut mit feinen Streifen aus Tigerbambus raumgreifende Geflechte, die sich wie Atem durch Hallen ziehen. Sie sind temporär, doch sie verändern Blick und Körpergefühl. Wer hindurchgeht, versteht Flechtung plötzlich als räumliche Bewegung, nicht nur als Oberfläche.

Meister und Schulen

Iizuka Rōkansai verband Tee-Ästhetik mit moderner Formensprache und öffnete Bambuskunst dem Museum. Nachfolgende Schulen verfeinerten Techniken, entwickelten neue Bindungen und setzten Akzente zwischen Nützlichkeit und Skulptur. Jede Generation verhandelt erneut, wo Zweck endet und Kunst beginnt.

Fragen an dich

Welche Ausdrucksform spricht dich an: die stille Präsenz eines Teekorbes oder die kühne Geste einer Installation? Stimme ab in den Kommentaren und sag uns, welchen japanischen Meister wir als Nächstes porträtieren sollen.

Joe Hogan: Weiden, Landschaft, Zugehörigkeit

Hogan baut seine Weiden am Lough Na Fooey an und kennt jede Sorte beim Namen. Die Rindenfarben – Ocker, Rost, Tiefgrün – sind wie eine Farbpalette der Landschaft. Beim Schneiden hört er Wind und Wasser, und dieses Hören prägt die Ruhe seiner Körbe.

Wie wir von Meisterinnen und Meistern lernen

Nenne Quellen, achte auf korrekte Herkunftsangaben und honorere Unterricht fair. Suche Workshops bei Trägerinnen der Tradition, nicht nur Tutorials. So stärkst du Menschen und Orte, aus denen diese Techniken wachsen, statt nur ihre Formen zu entleihen.
Callaproinpensacola
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